Das Eselsohr, das da seit einigen Tagen rechts oben in meinem Blog wackelt, ist Teil der Online-Demo unsereuni. Andere Blogs und Websites, die an der virtuellen Demonstration teilnehmen, findet ihr hier. Um selbst das Eselsohr einzubauen, findet ihr hier eine Anleitung. Do it!
Hier ein Video rund um die Bombendrohung im Audi Max der Uni Wien vor einigen Tagen im Rahmen der aktuellen Besetzung. Dass die Drohung selbst ein Humbug war, erschien schnell klar. Gut zeigt der Mitschnitt aber das seltsame, ungute und eigentlich - meines Erachtens - recht depperte Vorgehen der Wiener Polizei. Am Ende des Clips hört mensch auch den Originalanruf der vermittelten Bombendrohung.
Greenpeace Österreich hat auf seinem youtube-Kanal eine gelungene Video-Serie zur Aktion "1.000.000 Taten für den Klimaschutz" gestartet. Der entsprechende Inhalt wird hier über bekannte Personen witzig kommuniziert, sodass die Verbreitung im Netz wirklich gute Chancen hat. Gefällt mir gut. Sehr gut.
Ich habe mich auf den Wiener Heldenplatz verirrt. Dort gastierte die letzten Tage das österreichische Bundesheer, um der Bevölkerung sämtliche Waffen, Geräte und sonstigen Kram aus seinem Umfeld zu zeigen. Traditionell gipfelt diese Sause in der Leistungsschau, diversen Kranzniederlegungen und der Angelobung von Rekruten am Nationalfeiertag.
Ich lasse Überlegungen über Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Bundesheeres hier mal hintangestellt und ärgere mich über ein kleines Detail, das diese Schau massiv prägt: In erster Linie sind es Kinder, die vom Angebot, sich diverse Panzer, bewaffnete Fahrzeuge, Flugzeuge und Hubschrauber von innen anzusehen, Gebrauch machen. Dass das Kinder interessiert und reizt, kann ich nachvollziehen. Aber wenn Eltern dann ihre Sprösslinge fotografieren, wie sie mit schweren Waffen hantieren, könnt ich kotzen.
Worin liegt der Sinn, dass Kinder Waffen kennen lernen und damit spielen? Da wird herum gesudert über Computerspiele mit Gewalt-Background (und diese Diskussion darf durchaus geführt werden) und dann stellt das öffentliche Österreich seine Tötungswerkzeuge den Kleinsten zu Verfügung. Natürlich liegt es in der Verantwortung der Eltern, wie sie ihrem Nachwuchs diese Teile vermitteln. Aber ich wage zu bezweifeln, dass viele diesen Waffen-Spiel-Nachmittag entsprechend reflektieren.
Am Rande und offtopic
Back to the roots. Als ich begonnen habe zu bloggen, glich das Teil eher einem Tagebuch. Locker und unbeschwert tippte ich sämtlichen Kram vor mich hin - thematisch ein Kreuzdrüber, vernetzungstechnisch ein Entwicklungsfeld. Egal. Etwa vor einem Jahr startete ich dann die „Aktion Doppelstimme“ (ein Tipp an die damaligen WählerInnen von Haider und Strache), was zur Folge hatte, dass mein Blog plötzlich nicht mehr nur von einer übersichtlichen Schar an StammleserInnen wahrgenommen wurde und ich ein wenig Einblick bekam in die heimische Blogosphäre. Die BesucherInnenzahlen wurden höher, meine Beiträge seltener und inhaltlich punktueller.
Den alltäglichen Firlefanz nahm ich gleichzeitig nur noch über andere Medien – wie Facebook, Twitter & Co – wahr, teilte und kommentierte ihn dort. Mein Blog ruhte – abgesehen von vereinzelten Posts – zunehmend. Die BesucherInnenzahlen wurden wieder kleiner. Der Stand der Dinge: Weniger Beiträge, weniger LeserInnen, weniger Motivation meinerseits. Das wird geändert. Gerne teile ich fortan auch wieder hier, was mich freut, was mich ärgert, was ich lustig, interessant oder sehens- bzw. lesenswert finde.
Nötiger Aufschrei an der Universität Wien und anderswo
Derzeit prägen das lokale Web2.0 Geschehen die Proteste an den österreichischen Universitäten – allen voran an der Uni Wien. Das Audimax wurde besetzt.
Kurz und knackig: Ich unterstütze die Proteste; insbesondere den grundsätzlichen Gedanken dahinter. Die Entwicklung der Universitäten weg von einer Bildungs- zu einer Ausbildungseinrichtung kotzt mich seit Jahren massiv an. Hier geht’s nicht um Beruf, sondern um Bildung. Bildung muss frei sein in vielerlei Hinsicht und nicht enggeschnürt und konkurrenzlastig.
Studierendenproteste gibt und gab es immer wieder. Die Bekämpften haben für sich einen guten Umgang damit gelernt: einfach stehen lassen und abwarten. Zumeist klingen die Schreie nach kurzer Zeit ab und alles bleibt wie es war. Diesmal habe ich aus dem Bauch heraus ein anderes, ein besseres Gefühl. Da entsteht vielleicht gerade mehr. Erstens, weil die Proteste aus der Basis heraus stammen (nix ÖH-only, sondern „einfache Studierende"). Zweitens, weil die Studierenden gut vernetzt sind und sämtliche neue Medien (siehe Twitter-Search) zur Verbreiterung geschickt einsetzen. Und drittens, weil eine Solidaritätswelle über sämtliche Grenzen hinweg fegt.
„Wirst sehen, da wird was draus“ (Ernst Happel, 1992)
Unnötiger Aufschrei im Facebook
Facebook hat eine neue Startseite. Der Newsfeed wurde ein wenig verändert. Gut erklärt wird das Teil im Blog von schwindt-pr. Dort finden sich auch entsprechende Möglichkeiten, wie mensch sich die Startseite selbst herrichten kann.
Wie jedes Facebook-Update löst auch dieses bei der Community ein Massen-Gesudere aus. Täglich trudeln mehrere Einladungen zu verschiedenen Gruppen ein, die das „alte Facebook“ wieder haben wollen. Gähn!
Ich find die Erneuerung ganz bis sehr ok. Schon alleine deshalb, weil Veränderungen dieser Art den Umgang für mich prickelnder machen. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit und geben neuen Schwung.
Also: Mach es wie der Franz Joseph!
Rein in die Facebook-Communities zu den Uni-Protesten (z.B. hier)!
Raus aus den Facebook-Communities zum Newsfeed-Gejammer (z.B. hier)!
Seit kurzem ist die Online-Plattform ichkandidiere.at der Wiener Grünen online. Dabei werden sämtliche KandidatInnen für die Wahl der grünen Liste zu den kommenden Wiener Gemeinderats- und Landtagswahlen vorgestellt. Zahlreiche Veranstaltungen werden folgen. Da tut sich einiges. Gut so. Meines Erachtens.
Die Idee, die grüne Listenwahl in Wien diesmal breiter und vermehrt im Netz zu gestalten, dürfte älter sein; für massive öffentliche Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang sorgte allerdings die parteiunabhängige Initiative "Grüne Vorwahlen". Ob es die neue Plattform der Partei auch ohne die heftig diskutierte Aktion gegeben hätte, kann ich nicht beurteilen. Auffallend in jedem Fall ist, dass die "Grünen Vorwahlen" darauf in keiner Form erwähnt werden. Und auch hier bin ich nicht schlüssig, ob das nachvollziehbar oder seltsam ist.
Wenn eine engere Kooperation der Partei mit den Aktiven der "Grünen Vorwahlen" nicht stattfindet, halte ich das allerdings für ungeschickt und kontraproduktiv. Erstens deshalb, weil die mediale Aufmerksamkeit einer Initiative, die von außen (wohl aber mit sympathisierendem Touch) daherkommt, offensichtlich eine größere ist und der Prozess dadurch einfach als wichtiger wahrgenommen wird. Und zweitens, weil hier das enorme Kommunikations- und Vernetzungsknowhow des aktiven Kerns der "Grünen Vorwahlen" einfach verspielt wird. Denn bis jetzt macht es auf mich schon den Eindruck, als würde die Verbreitung, der Kommunikationsdrang, die Power im Zusammenhang mit ichkandidiere.at eine wesentlich kleinere sein, als dies bei den Grünen Vorwahlen der Fall war.
Der Inhalt der neuen Plattform wächst und er ist zufriedenstellend. Die Vernetzung fehlt. Zumindest meiner Wahrnehmung nach. Wenn das so bleibt, wäre das schade. Schade für Grün. Schade für Wien.
Das find ich gut an Strache. Dass er sich offensichtlich selbstkritisch auf seiner eigenen Website als falsch, irrig, unaufrichtig, unecht, unrichtig, unwahr, verlogen und nachgemacht darstellen möchte. Zumindest wenn mensch der Übersetzung (via dict.leo.org) des englischen Wörtchens "false" glaubt, ...
Screenshot von hcstrache.at/09 am 13.09.09
... wo auf seine Alt-Attribute-Verwendung doch Verlass sein dürfte, wenn mensch sich die anderen Fotos auf der selben Seite ansieht:
Screenshot von hcstrache.at/09 am 13.09.09
PS.: Die roten Ellipsen auf den Screenshots wurden von mir hinzugefügt, um die Alt-Attributes hervorzuheben. Sollte das jemandem unklar sein ... :)