SchülerInnen sollen über religiöse Symbole im Klassenzimmer selbst entscheiden
Mein Gott, ist das langweilig! Zeit meines Lebens taucht in regelmäßigen Abständen die Diskussion rund die Kreuze in den Klassenzimmern der österreichischen Schulen auf. Als Schüler habe ich mich auch gegen die hölzernen Teile stark gemacht und entsprechende Schriften (mit kecken Formulierungen wie "Halbnackte Leichen an unseren Wänden") in meiner Schule verteilt. Ich war jung, brauchte die Aufmerksamkeit und Blogs gabs ja noch keine ... :)
Heute sehe ich das entspannter. Denn eigentlich könnte mensch die Sache ganz einfach handhaben:
Heute sehe ich das entspannter. Denn eigentlich könnte mensch die Sache ganz einfach handhaben:
- Automatisch sollen gar keine religiösen Symbole in den Schulen hängen.
- Im Rahmen des Unterrichts könnte mensch selbiges einbringen und diskutieren.
- Einigt sich das Klassen-Plenum (ohne Veto) auf - gegebenfalls mehrere - religiöse Symbole in seiner eigenen (!) Klasse, so sollen die SchülerInnen die Teile besorgen und aufhängen.
- Bei jüngeren SchülerInnen könnte mensch auch die Eltern einbinden.
franzjoseph - Di Nov 10, 19:53



Klingt bestechend einfach...
Das Problem ist die MUSS-Bestimmung. Wird diese durch eine KANN-Bestimmung ersetzt, dann ist das Kreuz nicht viel mehr als ein Christl Stürmer Poster, das mehrheitlich Akzeptanz findet oder eben nicht.
Allerdings ist es doch nicht ganz so einfach: Um hier ein qualifiziertes Urteile zu sprechen, vorausgesetzt es soll eines sein, müsste auch der Religionsunterricht einem Ethik- und Religionenunterricht weichen oder zumindest durch diesen ergänzt werden.
Was ja in Schulen nicht stattfindet ist die skeptische Auseinandersetzung mit Religion. Derzeit ist das Kreuz Symbol dafür, dass Glaube wichtiger ist als kritisches Hinterfragen.