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Gendern ist selbstverständlich!

Im Netz wird politisiert. Und: Kaum eine politische Diskussion findet statt, ohne dass irgendwann das Thema „Gendern“ auftaucht. Meist so, dass einE BeitragendeR nicht gendert, eineE andereR dieseN darauf aufmerksam macht und schon geht’s los. Immer dieselbe Leier. Immer dieselben Argumente.

Vorab: Ich sehe geschlechterneutreule Formulierungen nicht als Teil eines politisch korrekten Lebensgefühls, sondern schlicht und einfach als Selbstverständlichkeit an.

gendern

Wer nicht gendert, vergisst einfach die Hälfte der Menschen und spricht – so wie sich die deutsche Sprache eben entwickelt hat – nur Männer an. Das ist und bleibt so, selbst wenn von den Gender-Verweigernden x-mal betont wird, dass sie sonst eh super sind und es viel wichtigere Dinge gäbe, als sich damit auseinanderzusetzen. Ein kleiner Teil dieser langatmigen Dauerargumentationsschleife stimmt dabei natürlich: Um Auseinandersetzung bräuchte es in dieser kleinen Detailfrage meines Erachtens eigentlich nicht zu gehen. Männer und Frauen in der Sprache gleichwertig zu behandeln ist einfach mal die Basis. Punkt.

Eines der liebsten Argumente gegen das Gendern ist immer wieder die angebliche Verhunzung der deutschen Sprache. Abgesehen von der angesprochenen inhaltlichen Notwendigkeit, erscheint mir dieser Punkt extrem rückschrittlich. Alles soll und darf sich weiterentwickeln – nur die Sprache nicht?

Auffallend skurril erscheint mir die Gender-Verweigerung bei Internet Fuzzis beiderlei Geschlechts. Da wird getwittert mit @ und # und sonstigen Firlefanzen - und dann ist ein kleines großes I mitten in einem Wort plötzlich ästhetisch nicht mehr vertretbar? Schwachsinn!

Abgesehen davon gibt’s viele verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Style der geschlechterneutralen Formulierung zu finden: Erstes Partizip, beide Geschlechter ausschreiben, Binnen-I, …

Also: Denken! Gendern! Ruhe geben!
Tom Schaffer (Gast) - Do Jun 11, 03:15

"Wer nicht gendert, vergisst einfach die Hälfte der Menschen und spricht – so wie sich die deutsche Sprache eben entwickelt hat – nur Männer an."

Streng formell genommen ja. Aber (und das als jemand der sich selbst beibrachte weitgehend gendergerecht zu schreiben) sinngemäß stimmt das nicht unbedingt. Wenn ich irgendwo mal vergesse zu gendern, dann liegts nicht daran dass ich zB unter "die Politiker" nur die Männer verstehe, sondern im Gegenteil die Frauen als logischen Bestandteil des Wortes begreife. Das Wort mag grammatikalisch männlich sein, ist aber sinngemäß neutral.

Ich denke, dass man sich das Gendern mehr oder weniger sparen könnte, sobald man es mal eine Zeit lang gemacht hat und das Prinzip und den Grund dafür verstanden hat. Würde ich heute wieder aufhören zu Gendern, wäre ich deshalb kein bisschen sexistischer. Ich tu es vorrangig deshalb, weil ich nicht nur für mich selbst schreibe, sondern für eine Öffentlichkeit wo ich diesen Lernprozess nicht pauschal voraussetzen kann.

Mathias (Gast) - Do Jun 11, 03:46

Genau dieser Aspekt ist auch einer jener, der der Eigenschaft des generischen Maskulinums inne wohnt, von den Meisten aber nicht bedacht wird. Einerseits bezieht es sich natürlich auf die grammatische Zugehörigkeit des Wortes, andererseits impliziert es auf der semantischen Ebene gleichzeitig eine Allgemeinbetroffenheit; also genausowenig, wie "die Person" alle männlichen, menschlichen Lebewesen ausschließt, tut das der erwähnte "Betroffene" mit den Frauen.

(Hierbei gilt es natürlich zu bedenken, dass ein etwaiges "der Personer" genauso künstlich konstruiert wie "die Betroffene" oder gar ein Substantiv mit -in-Suffix wäre, die Legitimität also genauso sehr oder nicht vorhanden.)
franzjoseph - Sa Jun 13, 02:03

@ Tom: Nachdem ich „im Gegenteil“ nicht „die die Frauen als logischen Bestandteil des Wortes“ sehe, stimmt für mich (!) auch die sinngemäße Neutralität nicht. Ich gendere aus dem Grund der Selbstverständlichkeit (wie xogt), du aus einem anderen, den ich in seiner Argumentation durchaus nachvollziehen kann.
Mathias (Gast) - Do Jun 11, 03:41

Schade, dass du bis auf das wirklich redundante Ästhetik-Gegenargument keine sonstigen solchen vorbringst. Meiner Meinung nach sprechen noch weitere Gründe gegen das Gendern:

- Es ist lästig beim Lesen. Gut, ein Binnen-I ist noch verkraftbar, aber ein Satz wie "Meist so, dass einE BeitragendeR nicht gendert, eineE andereR dieseN darauf aufmerksam macht [...]" ist nun mal um einiges mühevoller zu lesen. Die gewünschte Wirkung wird damit - bei mir - auch nicht erzielt: Eher übergehe ich entnervt den Satz, anstatt daran zu denken, dass du damit auch Frauen in deine Sprache miteinbeziehst. Das geht übrigens analog zu mit Rechtschreib- und Tippfehlern durchsetzten Texten.

- Man muss sich ernsthaft fragen, wie viele Frauen auf diese Sprachumformulierung tatsächlich Wert legen und sich bei einem Satz wie "meist so, dass ein Beitragender nicht gendert" ausgeschlossen und beleidigt fühlen. Das ist im Detail natürlich nicht empirisch zu messen, aber eine Allgemeinstudie würde mich schon interessieren. Ich kenne - und das ist natürlich eine subjektive Ansicht, aber die wohnt uns schließlich beiden inne - zumindest keine Frau, die wirklich Wert auf die gendergerechte Sprache legt, ohne dass ihr vorher der Zeitgeist eingeimpft hat, dass sie sich jetzt gefälligst diskriminiert zu fühlen hat, wenn von "Studenten" und "Pizzabäckern" die Rede ist.

- Ich sehe oft die Notwendigkeit nicht. Okay, bei eindeutig geschlechtsbezogenen Substantiven, vor allem in der Mehrzahl, ist das Gendern bis zu einem gewissen Grad noch verständlich. Bei Allgemeinbezeichnungen und ihren Indefinitpronomen aber - hier könnte man wieder deinen ersten Satz als Beispiel nehmen - wird's, mit Verlaub, lächerlich, da man hier strikt zwischen Genus (hier generischem Maskulinum) und Sexus unterscheiden kann. Sicher, es gibt "eine andere Beitragende", doch da sich diese syntaktische Einheit nicht auf eine spezifische Person oder Personengruppe bezieht, ist ein Gendern meines Erachtens nach überflüssig. Es sollte sich herumgesprochen haben, dass mit "ein Beitragender" genauso eine weibliche Vertreterin _gemeint_ ist, auch wenn das nicht explizit dort steht.

- Vorrangig glaube ich aber - diese These hab ich meinem Blog schon mal aufgestellt -, dass die Gendersprachensache der feministischen Bewegung letztendlich mehr schadet als nutzt. Das deshalb, weil letztere aufgrund des viel zu starken Fokus auf dieses Thema und damit verbundener Kleinkariertheit (Was ist nun politisch korrekt - Binnen-I, Unterstrich oder Sternchen?) von vielen Menschen als Gesamtheit nicht mehr ernst genommen wird.
Perfekt ausgedrückt wird das in der verspottenden Bezeichnung "GrünInnen", als ob sich die Grünen hauptsächlich auf eine penible Gleichberechtigung in der Sprache konzentrieren würden. Jeder mit ein wenig Verstand weiß natürlich, dass das nicht so ist, aber das verquerte Bild bleibt in der Öffentlichkeit dennoch haften.

Aber, zum Schluss, um nicht ganz als Reaktionärer dazustehen: Sollte sich in Zukunft die gendergerechte Sprache zumindest in ihren Grundzügen (Binnen-I) als allgemeingebräuchlich durchsetzen, habe ich damit auch kein Problem. Wirklich schlimm wäre es nur, wenn das Auslassen derselben sich einer der vielen Gründe gesellen würde, um als Diskriminierte vor Gericht ziehen zu können. Da hört sich bei mir jede Weltoffenheit auf.

Nicht ganz ernst gemeinte, aber doch interessante Frage am Rande: Was ist mit generischen Feminina, wie beispielsweise "die Person" oder "die Geisel"? Müsste man da, im Sinne der Gleichberechtigung - die ja hoffentlich nicht nur Frauen betrifft -, nicht auch "die/der PersonEr" oder "die/der Geisel" schreiben?

Andy (Gast) - Do Jun 11, 10:13

@Mathias:

Absolut genial zusammengefasst!
Ich für meinen Teil suche ja noch eine passende Bezeichnung für die Schreibweise "PersonER", die Schreibweise "Pizzabäcker_IN" nenne ich sowieso schon Tunten-Underscore....
franzjoseph - Sa Jun 13, 02:05

@ Mathias: Danke auch dir für deine umfassenden Worte. Kann ich schon auch was anfangen damit, auch wenn ich Details natürlich anders sehe. Das wichtigste: Ich predige in der Regel sprachliches Gendern nie, korrigiere niemanden und fordere es auch nicht ein. Ich beschreibe – und in diesem Post vielleicht ein wenig keck („Denken! Gendern! Ruhe geben!“) – hier einmalig, warum ich (!) einfach gendere und das für mich (!) eben selbstverständlich ist.

Es geht mir nicht darum, ob der/die Empfangende meiner Kommunikation meine Sendung als „beleidigend“ empfindet oder nicht, sondern, ob ich als Sender Menschen beiderlei Geschlechts anspreche oder nicht.
Die „Lesbarkeit“ ist Gewohnheits- und Bereitschaftssache. Meine Oma hat massive Probleme mit Anglizismen in Wort und Schrift. Sie wird sich wohl auch nicht mehr daran gewöhnen und mit der Lesbar- und Verständlichkeit vieler Texte einfach ein bissi kämpfen müssen. :)

Meinen umstrittenen Beispielsatz im Beitrag habe ich natürlich bewusst so formuliert. Wäre das Thema ein anderes, hätte ich mich ein wenig gespielt, damit meine Oma & Co damit keine Probleme haben.

Auf Argumente wie „Da müsste mensch ja eigentlich auch sagen …“ lass ich mich nicht ein. Mag für manche unstimmig klingen, ist aber so. Sorry.
Mathias (Gast) - Di Jun 16, 01:15

Gut, dass du es nicht forderst, spricht schon mal für sich. Denn persönlich handhaben darf das natürlich jeder, wie er will. Nur gibt es halt - und diese "Missionierenden" finden sich ja in _sämtlichen_ anderen Ideologien ebenfalls - leider einige Leute, die meinen, jemandem einen Vorwurf konstruieren zu müssen, weil dieser nicht gendert. Und das finde ich dann schon ziemlich daneben.

Lesbarkeit ist tatsächlich Gewohnheitssache, aber der Anglizismenvergleich hinkt ein wenig. Denn im Gegensatz zu gendergerechter Sprache ist die Verwendung von Fremd- und Lehnwörtern nicht gesteuert, niemand kann darauf nachhaltig Einfluss ausüben. Wenn man also nach dem Ideal geht, seine Sprache so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten, sollte man also aufs Gendern verzichten; wohingegen Anglizismen aufgrund dessen, dass sie eben - vergleichsweise! - keine Marginalerscheinung sind, sondern ein Phänomen, das sich durch alle sozialen Schichten zieht, kaum durch ihre Weglassung immer zu einer leichteren Sprache führen.
Ist man hingegen darauf bedacht, wirklich immer jeden und jede potentielle/n RezipientIn anzusprechen, müsste man wohl wirklich immer gendern. Die Frage ist nur, ob nach dem Verständnis der Empfänger nicht ohnehin auch eine "männlich formulierte" Nachricht bei beiden Geschlechtern ankommen würde und ob eine Leserin sich gleich vom Erhalt der Nachricht ausgeschlossen fühlt, sobald da kein "In"-Suffix zu erkennen ist.

Dass du nicht auf die von mir gestellten Vergleiche eingehst, finde ich schade, sind sie doch nur logische Weiterführungen des sprachlichen Gleichberechtigungskonzeptes. Aber da kann man wohl nix machen.
ossi1967 - Sa Okt 10, 14:44

Tunt_innen-Underscore, wenn schon

@Andy:

Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Ausdruck.

Nach der kürzlich von Irene Brickner auf derstandard.at veröffentlichten Satire zu diesem Thema („das Binnen-I wird in der gesprochenen Sprache pantomimisch ergänzt“) hab ich verzweifelt nach Möglichkeiten gesucht, diesen Underscore in der gesprochenen Sprache unterzubringen. Im standard-Forum wurden diverse Vorrschläge gemacht, aber jetzt weiß ich: „Grün-tuntenunderscore-innen“ is it. So wirds gemacht!
la-mamma - Do Jun 11, 10:07

D A N K E !!!

du sprichst mir aus der seele. ich finde, die hohe kunst fängt dann an, wenn das p.t. publikum das gendern nicht mehr merkt. das ist eine frage der sorgfalt und der wortwahl, es geht ja oft genug auch ohne das angeblich störende binnen-i oder sonstige schreibverrenkungen, wenn wir uns bemühen worte zu finden, die grundsätzlich beide geschlechter beinhalten. also das publikum, das personal, die leserschaft (nicht ganz so schön) ...
mir ist selber aufgefallen, dass ich - wenn ich das beim sprechen beachte - überhaupt länger nachdenke, was ich sage. und das dürfte nicht nur bei mir kein schaden sein;-)

Andreas Lindinger (Gast) - Do Jun 11, 14:02

LeserInnenschaft, oder?
la-mamma - Do Jun 11, 14:03

;-)

ich schrieb ja "bemühen" ...
Philipp (Gast) - Do Jun 11, 15:52

Verhunzung..

Ich weiß nicht, ob es zutrifft, aber mit "Verhunzung der deutschen Sprache" hast du wahrscheinlich mein Kommentar auf andreaslindinger.at zitiert...

zu Weiterentwicklung: grundsätzlich gebe ich dir Recht, dies findet mit der Einbindung immer mehr neuer "moderner" Wörter ja auch statt, aber das Binnen-I ist meines Erachtens keine...
Ich kann mich Mathias`und TomSchaffers Ausführungen nur voll und ganz anschließen.
Im Grunde müssten sofort auch Wörter wie die Person oder die Geisel gendergerecht in die/der PersonER und die/der Geisel umgeschrieben werden, um der Gleichberechtigung in der Sprache nicht jede Grundlage zu entziehen.
Mathias hat das zwar "nicht ganz ernst gemeint", genau das zeigt aber perfekt die Problematik der Diskussion auf.

Und ich wiederhole mich: In meinem weiblichen Bekannten- und Freundeskreis wird das Binnen-I als lächerlich betrachtet, und auch in vielen Gesprächen mit Frauen außerhalb dieses Kreises ist es nicht anders.
Ich kann mich einfach des Eindrucks nicht erwehren, dass die Gendergerechte Sprache nur von einem sehr kleinen Kreis wichtiger hochgehalten wird, als es in Wirklichkeit ist.

Ein anderes Beispiel: Ich finde es richtig, dass für Frauen Magistra gilt, statt Magister, es ist aber absolut (Verzeihung!) blödsining, Mag.a (hochstellung geht hier nicht) statt Mag zu schreiben.
Ich meine, Heidi oder Julia Musterfrau impliziert ja schon, dass wenn ein Mag-Titel vorhanden ist, sie mit Magistra angesprochen werden sollte.
Oder befürchtet man die Gefahr, dass ein Herr Heidi Bauer versehentlich falsch mit Magistra angesprochen wird?

Und warum gibt's das beim Dr nicht als Dr.a? Das irritiert mich!
Könnte es sein, dass man doch bemerkt hat, dass Doktra ziemlich blöd klingt und es hierbei beim Doktor belässt?

Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster: Genau diese Verbissenheit bei Lapalien führt dazu, dass Gender-Themen mittlerweile oft nur mehr Augenrollen und Genervtheit auslösen (auch bei Frauen!)
Man gewinnt schlicht den Eindruck, dass man ein bisserl übers Ziel hinausschießt, nein, schlimmer noch, das eigentliche Ziel gerät ins Abseits!

Ich seh's wie beim Schach: Am Ende gewinnt der, der bereit ist, Figuren zu opfern!!

Mathias (Gast) - Do Jun 11, 18:14

Ohne dir widersprechen zu wollen, eine Erklärung, warum es zwar "Magistra", aber nicht "Doktra" gibt: Magistra ist ein Fremdwort, das heißt ein Wort, das direkt aus einer anderen Sprache - ohne etymologische Anpassung hinsichtlich Flexion, Morpheme etc. - übernommen wurde. Hier ist es der lateinische Begriff für "Lehrerin". Obwohl weibliche Lehrer in der Antike ja eher selten vertreten, war das Wort meines Wissens nach vertreten; dass zumindest die Form genuin ist, merkt man jedenfalls schon an der ersten Person Plural Präsens des Wortes "Magister", nämlich "Magistri" - das "Verdrehen" des Buchstaben "r" hat also seine Berechtigung (auch zu finden bei "puer" (Junge) - "pueri"), ansonsten wird ja nur ein weibliches Endungsmorphem drangepappt.

"Doktor" hingegen ist ein Lehnwort, ein aus einer anderen Sprache (hier wieder dem Lateinischen) entnommenes Wort, das allerdings einen sprachgeschichtlichen Wandel durchnommen hat. Es stammt vom Verb "docere", also lehren, weswegen "Doktor" eigentlich auch nichts anderes als "Lehrer" bedeutet. Eine Verweiblichung nach dem Magister-Schema wäre aber eben aufgrund der Tatsache, dass Doktor ein eindeutig deutsches, und kein Lateinisches, aber hier gebräuchliches Wort ist, ziemlich daneben, da in der deutschen Sprache andere Flexionsregeln bei der (künstlichen) Änderung des grammatischen Geschlechts existieren - also zum Beispiel das Suffix "-in".

Deswegen also Magister und Magistra, aber Doktor und Doktorin. Warum man aber unbedingt dieses hochgestellte "a" anführen sollte und wieso das beim "Dr". nicht der Fall ist ("Dr.ᴵᴺ" wäre ja theoretisch machbar), kann ich dir auch nicht beantworten. :D
franzjoseph - Sa Jun 13, 02:13

@ Philipp: Stimmt, dein "Verhunzung" war die letzte Anregung für diesen Beitrag. :) Aber nicht der Grund, deshalb auch kein direkter Bezug.

Das mit dem weiblichen Part deines FreundInnenkreises: Gut und schön, aber Argument ist das für mich nicht. Für dich offensichtlich schon. Nehme ich zu Kenntnis. Nicht zynisch, sondern ernst gemeint

Ich habe ja mehr den Eindruck, dass die Verbissenheit und Argumentations-Dauerschleifen (nicht hier im Blog, sondern generell) eher von Seiten der Gender-SkeptikerInnen kommen. Ich habe außerdem auch nicht den Eindruck, dass ich mich hier sonderlich verbeisse. Ich hab mal einfach meinen Standpunkt gepostet. Und freu mich natürlich übers Feedback und die Diskussion, selbst wenn ich Details eben anders sehe.
Belinda (Gast) - Fr Okt 30, 17:33

In dieser Phase gibt es unter dem Motto „Gib du ihm deine Hand“ für den/die Begleiter/in eines trauernden Menschen einige Möglichkeiten, diesen Menschen zu unterstützen. Der/die Begleiter/in könnte die Person in Situationen unterstützen, wo sie überfordert ist, zum Beispiel könnte er für einige Zeit alltägliche Besorgungen übernehmen, dem/der Wärme und Mitgefühl übermitteln und einfach Da-Sein.
Susi (Gast) - Fr Jun 12, 16:03

Pusch lesen

Wenn jemand Interesse hat, sich näher mit dem Thema und der daranhängenden Debatte zu befassen, kann ich besonders die Literatur von Luise F. Pusch empfehlen.

franzjoseph - Sa Jun 13, 02:14

@ Susi: Klingt interessant. Gleich gegoogelt. Muss mir „Das Deutsche als Männersprache“ umgehend besorgen. Danke für den Tipp.
nömix - Fr Jun 12, 19:15

Halt schade, dass man das Binnen-I nur lesen, aber nicht hören kann. Bis die im Verkehrsfunk mit ihrem "Achtung Autofahrerinnen und Autofahrer, auf der A Sowieso kommt Ihnen eine Geisterfahrerin oder ein Geisterfahrer entgegen" fertig wären, hats womöglich schon gebummst. Und mit "Über Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker" würden die Werbeunterbrechungen noch länger als sie eh schon sind ;)

franzjoseph - Sa Jun 13, 02:15

@ Nömix: Stimmt, das Binnen-I kann mensch nicht hören. Wobei es schon auch gängig ist, dass mensch vor dem I einen kleinen Bruch in der Aussprache einlegt. Geschmacksache, klar. Mündlich bevorzuge ich allerdings andere Wege. Muss mensch halt ein bissi kreativ sein wollen. Aber mit einem „Über Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in ihrer Apotheke“ könnte ich durchaus leben.
Gerald Bäck (Gast) - Di Jul 14, 14:02

Du hast prinzipiell Recht. Ein paar Vorbehalte dazu hab ich aber hier definiert:

http://www.baeck.at/blog/2009/07/14/genderwahnsinn/

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