Gendern ist selbstverständlich!
Im Netz wird politisiert. Und: Kaum eine politische Diskussion findet statt, ohne dass irgendwann das Thema „Gendern“ auftaucht. Meist so, dass einE BeitragendeR nicht gendert, eineE andereR dieseN darauf aufmerksam macht und schon geht’s los. Immer dieselbe Leier. Immer dieselben Argumente.
Vorab: Ich sehe geschlechterneutreule Formulierungen nicht als Teil eines politisch korrekten Lebensgefühls, sondern schlicht und einfach als Selbstverständlichkeit an.

Wer nicht gendert, vergisst einfach die Hälfte der Menschen und spricht – so wie sich die deutsche Sprache eben entwickelt hat – nur Männer an. Das ist und bleibt so, selbst wenn von den Gender-Verweigernden x-mal betont wird, dass sie sonst eh super sind und es viel wichtigere Dinge gäbe, als sich damit auseinanderzusetzen. Ein kleiner Teil dieser langatmigen Dauerargumentationsschleife stimmt dabei natürlich: Um Auseinandersetzung bräuchte es in dieser kleinen Detailfrage meines Erachtens eigentlich nicht zu gehen. Männer und Frauen in der Sprache gleichwertig zu behandeln ist einfach mal die Basis. Punkt.
Eines der liebsten Argumente gegen das Gendern ist immer wieder die angebliche Verhunzung der deutschen Sprache. Abgesehen von der angesprochenen inhaltlichen Notwendigkeit, erscheint mir dieser Punkt extrem rückschrittlich. Alles soll und darf sich weiterentwickeln – nur die Sprache nicht?
Auffallend skurril erscheint mir die Gender-Verweigerung bei Internet Fuzzis beiderlei Geschlechts. Da wird getwittert mit @ und # und sonstigen Firlefanzen - und dann ist ein kleines großes I mitten in einem Wort plötzlich ästhetisch nicht mehr vertretbar? Schwachsinn!
Abgesehen davon gibt’s viele verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Style der geschlechterneutralen Formulierung zu finden: Erstes Partizip, beide Geschlechter ausschreiben, Binnen-I, …
Also: Denken! Gendern! Ruhe geben!
Vorab: Ich sehe geschlechterneutreule Formulierungen nicht als Teil eines politisch korrekten Lebensgefühls, sondern schlicht und einfach als Selbstverständlichkeit an.

Wer nicht gendert, vergisst einfach die Hälfte der Menschen und spricht – so wie sich die deutsche Sprache eben entwickelt hat – nur Männer an. Das ist und bleibt so, selbst wenn von den Gender-Verweigernden x-mal betont wird, dass sie sonst eh super sind und es viel wichtigere Dinge gäbe, als sich damit auseinanderzusetzen. Ein kleiner Teil dieser langatmigen Dauerargumentationsschleife stimmt dabei natürlich: Um Auseinandersetzung bräuchte es in dieser kleinen Detailfrage meines Erachtens eigentlich nicht zu gehen. Männer und Frauen in der Sprache gleichwertig zu behandeln ist einfach mal die Basis. Punkt.
Eines der liebsten Argumente gegen das Gendern ist immer wieder die angebliche Verhunzung der deutschen Sprache. Abgesehen von der angesprochenen inhaltlichen Notwendigkeit, erscheint mir dieser Punkt extrem rückschrittlich. Alles soll und darf sich weiterentwickeln – nur die Sprache nicht?
Auffallend skurril erscheint mir die Gender-Verweigerung bei Internet Fuzzis beiderlei Geschlechts. Da wird getwittert mit @ und # und sonstigen Firlefanzen - und dann ist ein kleines großes I mitten in einem Wort plötzlich ästhetisch nicht mehr vertretbar? Schwachsinn!
Abgesehen davon gibt’s viele verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Style der geschlechterneutralen Formulierung zu finden: Erstes Partizip, beide Geschlechter ausschreiben, Binnen-I, …
Also: Denken! Gendern! Ruhe geben!
franzjoseph - Do Jun 11, 02:48





Streng formell genommen ja. Aber (und das als jemand der sich selbst beibrachte weitgehend gendergerecht zu schreiben) sinngemäß stimmt das nicht unbedingt. Wenn ich irgendwo mal vergesse zu gendern, dann liegts nicht daran dass ich zB unter "die Politiker" nur die Männer verstehe, sondern im Gegenteil die Frauen als logischen Bestandteil des Wortes begreife. Das Wort mag grammatikalisch männlich sein, ist aber sinngemäß neutral.
Ich denke, dass man sich das Gendern mehr oder weniger sparen könnte, sobald man es mal eine Zeit lang gemacht hat und das Prinzip und den Grund dafür verstanden hat. Würde ich heute wieder aufhören zu Gendern, wäre ich deshalb kein bisschen sexistischer. Ich tu es vorrangig deshalb, weil ich nicht nur für mich selbst schreibe, sondern für eine Öffentlichkeit wo ich diesen Lernprozess nicht pauschal voraussetzen kann.
(Hierbei gilt es natürlich zu bedenken, dass ein etwaiges "der Personer" genauso künstlich konstruiert wie "die Betroffene" oder gar ein Substantiv mit -in-Suffix wäre, die Legitimität also genauso sehr oder nicht vorhanden.)