Donauinselfest: Wien schickt die Weltmusik ins Exil!
Vom Donauinselfest in Wien kann mensch halten was mensch will. Bis jetzt aber verstand es dieses Großspektaktel recht gelungen, einen umfassenden Mix zu bieten, der wirklich für viele WienerInnen ausreichend Programm lieferte. Neben den massenabfertigenden Großacts auf sämtlichen Mainstreambühnen bot das Festival auch einzelnen Nischen Raum, um auf sogenannten "Themeninseln" alternatives Programm zu bringen.

Massenrausch am Donauinselfest (Foto: Dimko)
Den breitesten Rahmen hierbei sichtere sich vor Jahren bereits der Radiosender FM4, der auf der ehemaligen Hardrockbühne des Planet Music sein schmuckes Programm gestaltet. Ö1 serviert im eigenen Zelt vorwiegend Kabarett und versteht es ebenfalls, dem bierlastigen Großkirtag eine Alternative zu bieten.
Auserwählte Feinheiten lieferten obendrein die Bühne des EGA Frauen-Zentrums und die - vom Wiener Kulturarbeiter Friedl Preisl lustvoll programmierte Weltmusikbühne. Bis heuer.
In der heutigen Aussendung von gamuekl.org schreibt der Wiener Musikarbeiter Rainer Krispel:
"Im Februar 2009 allerdings kommt – auf Anfrage von Friedl Preisl, dem über die ur-wienerische Kommunikationsform des Hörensagens schwante, dass etwas im Busch sein könnte – eine Email von Sascha Kostelecky, Geschäftsführer von Pro.Event, jener Firma, die das Donauinselfest (im Rahmen der Wien GmbH) abwickelt. Wegen der Wirtschaftskrise – wofür die alles herhalten muss! – war beschlossen worden sich von einigen Themeninseln zu trennen, unter anderem von der Weltmusikbühne gab Kostelecky bekannt. [...] Weiß man weiters, dass die Streichungen unter anderem die Bühne des EGA Frauen-Zentrums betreffen liegt der Verdacht nahe, dass beim Donauinselfest klassisch nach oben umverteilt wird – weg mit den inhaltlichen und anspruchsvolleren Nischen, her mit dem Kultur-Ballermann, dessen kleinste-gemeinsame-Nenner-Programmierung neue Besucherrekorde garantiert." [Quelle: Presseaussendung (doc) via gamuekl.org]
Das ist nicht nur schade, sondern obendrein unklug und zu verurteilen, dass die Wiener Stadt- und Kulturpolitik die Wertigkeit eines umfassenden Kulturangebots nicht erkennt, sondern feig und scheuklappenorierntiert auf eine publikumstechnische Einserbank setzt.
Nicht zuletzt, weil viele KünstlerInnen ihren Auftritt auf der Weltmusikbühne schon fix in ihre Tourneeplanung eingebaut haben, macht Friedl Preisl mit seinem Team aus der Not eine Tugend und lässt die „Weltmusikbühne im Exil“ - ohne Förderungen - im Porgy & Bess auferstehen:
Weltmusikbühne im Exil
Wien / Porgy & Bess
Samstag. 27.6. 2009
Girls, Girls, Girls: ÖZLEM BULUT & KEHOHA (TR/BG/A) / TIPTONS SAX QUARTET & DRUMS (USA/A) / LJUBINKA JOKIC & YOK (BA/PL/A) / Moderation: Rainer Krispel
Sonntag. 28.6. 2009
Klezmer- & Roma-Musik: KLEZMER RELOADED (UA/PL)
The Other Europeans: KLEZMER MUSIC PROJECT (DE/USA/GB) & LAUTARI MUSIC PROJECT (HU/MD/BG/FR) / AMSTERDAM KLEZMER BAND (NL) / Moderation: Mirjam Jessa

Massenrausch am Donauinselfest (Foto: Dimko)
Den breitesten Rahmen hierbei sichtere sich vor Jahren bereits der Radiosender FM4, der auf der ehemaligen Hardrockbühne des Planet Music sein schmuckes Programm gestaltet. Ö1 serviert im eigenen Zelt vorwiegend Kabarett und versteht es ebenfalls, dem bierlastigen Großkirtag eine Alternative zu bieten.
Auserwählte Feinheiten lieferten obendrein die Bühne des EGA Frauen-Zentrums und die - vom Wiener Kulturarbeiter Friedl Preisl lustvoll programmierte Weltmusikbühne. Bis heuer.
In der heutigen Aussendung von gamuekl.org schreibt der Wiener Musikarbeiter Rainer Krispel:
"Im Februar 2009 allerdings kommt – auf Anfrage von Friedl Preisl, dem über die ur-wienerische Kommunikationsform des Hörensagens schwante, dass etwas im Busch sein könnte – eine Email von Sascha Kostelecky, Geschäftsführer von Pro.Event, jener Firma, die das Donauinselfest (im Rahmen der Wien GmbH) abwickelt. Wegen der Wirtschaftskrise – wofür die alles herhalten muss! – war beschlossen worden sich von einigen Themeninseln zu trennen, unter anderem von der Weltmusikbühne gab Kostelecky bekannt. [...] Weiß man weiters, dass die Streichungen unter anderem die Bühne des EGA Frauen-Zentrums betreffen liegt der Verdacht nahe, dass beim Donauinselfest klassisch nach oben umverteilt wird – weg mit den inhaltlichen und anspruchsvolleren Nischen, her mit dem Kultur-Ballermann, dessen kleinste-gemeinsame-Nenner-Programmierung neue Besucherrekorde garantiert." [Quelle: Presseaussendung (doc) via gamuekl.org]
Das ist nicht nur schade, sondern obendrein unklug und zu verurteilen, dass die Wiener Stadt- und Kulturpolitik die Wertigkeit eines umfassenden Kulturangebots nicht erkennt, sondern feig und scheuklappenorierntiert auf eine publikumstechnische Einserbank setzt.
Nicht zuletzt, weil viele KünstlerInnen ihren Auftritt auf der Weltmusikbühne schon fix in ihre Tourneeplanung eingebaut haben, macht Friedl Preisl mit seinem Team aus der Not eine Tugend und lässt die „Weltmusikbühne im Exil“ - ohne Förderungen - im Porgy & Bess auferstehen:
Weltmusikbühne im Exil
Wien / Porgy & Bess
Samstag. 27.6. 2009
Girls, Girls, Girls: ÖZLEM BULUT & KEHOHA (TR/BG/A) / TIPTONS SAX QUARTET & DRUMS (USA/A) / LJUBINKA JOKIC & YOK (BA/PL/A) / Moderation: Rainer Krispel
Sonntag. 28.6. 2009
Klezmer- & Roma-Musik: KLEZMER RELOADED (UA/PL)
The Other Europeans: KLEZMER MUSIC PROJECT (DE/USA/GB) & LAUTARI MUSIC PROJECT (HU/MD/BG/FR) / AMSTERDAM KLEZMER BAND (NL) / Moderation: Mirjam Jessa
franzjoseph - Di Mai 5, 08:26





mindestens
Das erhöht aber natürlich die Bedeutung der Weltmusikbühne natürlich noch mehr .. und die wird jetzt - folgerichtig - abgedreht ..
Ein Hoch der Weltmusikbühne im Exil!