Die Grüne Liste für die Wahl 2010 rausbrutzeln

Mit Wahllisten verhält es sich wie mit Pommes Frites: Selbst gemacht schmecken sie einfach am besten. Deshalb werde ich kommenden Sonntag dabei sein, wenn Mitglieder und UnterstützerInnen der Wiener Grünen die Liste für die Wien-Wahl 2010 rausbrutzeln.
Diese Vorwahlen im Rahmen der Landesversammlung der Wiener Grünen hätten zum politischen Highlight werden können, hätten nicht einige der Wiener Grünen alles daran gesetzt selbiges zu verhindern. Ständige Dämpfer und Bremsaktionen haben der außerparteilichen Unterstützungsaktion „Grüne Vorwahlen“ zunehmend Lust und Energie geraubt. Viel Feuer ist da meines Erachtens nicht übrig geblieben. Schade eigentlich.
Hätten sich besagte Damen und Herren - gerne als BetoniererInnen bezeichnet - auf die Eigeninitiative von ParteisympathisantInnen (welche Partei hat sowas schon) und auf das ungeheuerliche Ressourcenpotential des umfassenden Web2.0- und Kreativ-FreundInnenkreises verlassen, wäre es wahrlich rundgegangen in diesen Tagen. Im positivsten Sinne. Vorab-Promotion für die Wahl 2010! Alles kostenlos und selbst gemacht von WählerInnen. Es kam anders.
Dennoch: Jetzt im Grünen-Vorwahlen-Frust am Sonntag nicht mitzubestimmen, wer auf der nächsten Liste der Wiener Grünen steht, wäre dumm. Und ein Erfolg für jene, die die praktizierten Strukturen beibehalten wollen.
Ich habe beim Start der Grünen Vorwahlen den Slogan „Neues Feuer für die Demokratie“ vorgeschlagen. Mehrheitlich wurde es dann „Die Grünen brauchen Veränderung“. Auch gut. Aber genau in diesem Sinne ist es doppelt wichtig, dass alle Berechtigten - und vor allem die Frustrierten - am 15. November mitbestimmen. Da ist es dann auch egal, ob für Feuer, die Grünen oder die Demokratie. In jedem Fall: für Wien.
Die KandidatInnen der Grünen Vorwahlen: ichkandidiere.at | youtube
franzjoseph - Do Nov 12, 17:55



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