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Koalitionsverhandlungen ausgesetzt - ÖVP pokert wieder

Es war zu erwarten. Die ÖVP erfreut sich wieder mal an einem ihrer liebsten Hobbys (neben "Neuwahlen vom Zaun brechen"): Koalitionsverhandlungen aussetzen. Tja, dieser Partei geht es wohl einmal mehr um Spielchenspielen, Taktieren und das eigene Ego maximalst raushängen zu lassen.

faymann-proell
Foto: kurier.at

Gerade lese ich auf derstandard.at: "Die Verhandlungen zur Bildung einer Koalition von SPÖ und ÖVP werden vorläufig ausgesetzt. Mit diesem Knalleffekt endete Sonntagabend ein unter strengster Geheimhaltung geführtes Vier-Augen-Gespräch zwischen SPÖ-Chef Werner Faymann und dem designierten ÖVP-Chef Josef Pröll."

Weiters auf diepresse.com: "ÖVP-Obmann Josef Pröll habe demnach in dem Vieraugengespräch SPÖ-Vorsitzendem Werner Faymann ein Zehn-Punkte-Forderungsprogramm übergeben. Solange diese Fragen nicht geklärt seien, hätten weitere Verhandlungen keinen Sinn."

Ich glaube nicht, dass das von der ÖVP generell sehr klug ist. Mensch bekommt den Eindruck, dass - trotz der massiven Verluste bei den Wahlen - das SPÖ-Attribut "Wir sind die, die arbeiten wollen" - sich in der Bevölkerung verankert hat.

Wieviele Wahlen muss die ÖVP eigentlich noch verlieren, um zu verstehen, was es bedeutet verloren zu haben. Diese Partei pudelt sich auf als wären sie die WahlsiegerInnen. Immer. Nach jeder Wahl. Sind sie dritte, spielen sie Kanzler. Sind sie zweite, fuchteln sie mit Forderungspapieren rum. Und zwar nicht innerhalb von Verhalndlungen (wo dies durchaus nachzuvollziehen wäre), sondern außerhalb (!).

Peilt Pröll nun doch eine VP-Kanzlerschaft mit Blau/Orange an. Wäre eine rote oder rot-grüne Minderheitsregierung nun doch eine Alternative zu 21 Jahren "ÖVP in der Regierung"? Ich meine, eine österreichische Regierung ohne schwarzer Beiteiligung wäre längst fällig ...



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Krachen Kontern Koalieren
Franz Joseph
Gerald Bäck (Gast) - So Nov 16, 22:40

Nicht paktfähig

Das Problem ist, dass Faymann einfach nicht paktfähig ist. Die SPÖ ist unter ihm zur populistischen, willfährigen Masse der Krone geworden. Faymann sucht die kurzfristige Zustimmung beim Wähler, ohne sich um die langfristigen Auswirkungen zu kümmern.

Dass die ÖVP es immer wieder geschafft hat die Verhandlungen zu gewinnen, obwohl sie die Wahlen verloren hat, ist aber schon ein interessantes Phänomen. Wobei ich mir sicher bin, dass es auch diesmal für die ÖVP nur um mehr Posten und Ministerien geht. So wie es 2000 Zeit war 30 Jahre SPÖ in der Regierung zu beenden, wäre es jetzt Zeit für eine ÖVP in Opposition, wer dann allerdings in der Regierung sitzt, will ich mir lieber gar nicht überlegen.

tyndra (Gast) - Mo Nov 17, 06:52

wenn pröll schwarz-blaurange will, dann soll er es machen. was mich nervt, sind diese ewigen starallüren und das hysterische diven-getue [unter SOLCHEN umständen kann ich nicht ...], woraus dann keine konsequenzen gezogen werden. unter meckern und hinhaltetaktik wird dann irgendwie doch immer weiter gewurschtelt.

ich glaube, ich bin nicht die einzige, der das extrem auf die nerven geht.

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