Gedanken an Alex P.
Vorgestern ist mein Freund und ehemaliger Mitmusiker Alex verstorben. Ein Tumor in seinem Kopf hat bereits seit zwei Jahren einen unguten Schatten über ihn geworfen. Jetzt ist es passiert. Das stimmt traurig. Sehr.
Viel denke ich in diesen Stunden darüber nach, wo und wie sich unsere Wege gekreuzt haben. Obwohl wir jetzt nicht so dicke Freunde im eigentlichen Sinn waren, sind wir immer sehr gut ausgekommen miteinander und hatten viel Spaß bei den Dingen, die wir gemeinsam angerissen haben. Zumindest empfinde ich so.
Kennen gelernt (zunächst mal vom Hallo-Sagen her) hab ich Alex im Gymnasium in Wien-Simmering. Er war zwei Jahrgänge unter mir. Später - ich war grad mit meiner Kapelle RANK am Start - stieg er auch ins Musikwesen ein. Da war ein Sich-Über-Den-Weg-Laufen schon unvermeidbar. Alarmkatarrh hieß seine Band. Hardcore. Eine Zeitlang war auch im Gespräch, dass ich für die Band am Schreibtisch arbeite. Ist aber dann irgendwie verflossen.
Nach der Auflösung seiner Band holte ich Alex zu Rank. Er stieg ein als Beatmeister und ergänzte - wie das bei Rockbands in den 90ies schick war - unseren Sound mit Electronics. Alex war Ranker und hieß in unseren Kreisen ab dann "Meister Paa".
Bei Rank hatte Alex eine sehr spezielle Rolle. Nie vergessen werde ich, wie Alex - extra um sich einen Roland-Sampler zu besorgen, der in Österreich noch unleistbar war - nach Tokio geflogen ist, dort aus dem Flugzeug gestiegen ist, den Sampler gekauft hat und umgehend wieder nach Wien geflogen ist. Wenn etwas cool ist, dann das. Nicht? :)
Und: Er liebte das Spezielle. Im Tourbus hatten wir ihn manchmal nicht dabei. Durch seine Nähe zur Fliegerei zog er es vor, nach Berlin und Dresden zu Konzerten zu fliegen. Als die Bandbuben in der jeweiligen Stadt nach fünfzehnstündiger VW-Bus-Qual fix und fertig angekommen sind, trafen wir ihn - gut erholt - nach einem 60-Minuten-Reiserl.
2001 spielte ich einige Male mein Soloprogramm "Predigt Pop!". Auch in dieser Band war Alex dabei. Diesmal an der Gitarre. Er verstand sein Handwerk und pflegte seinen sympathischen Garagen-Zugang, der uns damals prägte: Coolness ist wichtiger als Virtuosität. :)
Im Juli 2007 stieg Alex als Gastkolumnist in diesem Blog ein. Er wollte seine Rubrik "Pavlos Todeszone" nennen - ein stranger Name schon damals. Jetzt erst Recht.
Seine Gastbeiträge findet ihr hier.
Ich erinnere mich weiter. An Alex.
Vielleicht erzähl ich auch wieder mal etwas darüber.

RANK 2000 | Meister Paa (ganz rechts)
- - -
Franz Joseph
Viel denke ich in diesen Stunden darüber nach, wo und wie sich unsere Wege gekreuzt haben. Obwohl wir jetzt nicht so dicke Freunde im eigentlichen Sinn waren, sind wir immer sehr gut ausgekommen miteinander und hatten viel Spaß bei den Dingen, die wir gemeinsam angerissen haben. Zumindest empfinde ich so.
Kennen gelernt (zunächst mal vom Hallo-Sagen her) hab ich Alex im Gymnasium in Wien-Simmering. Er war zwei Jahrgänge unter mir. Später - ich war grad mit meiner Kapelle RANK am Start - stieg er auch ins Musikwesen ein. Da war ein Sich-Über-Den-Weg-Laufen schon unvermeidbar. Alarmkatarrh hieß seine Band. Hardcore. Eine Zeitlang war auch im Gespräch, dass ich für die Band am Schreibtisch arbeite. Ist aber dann irgendwie verflossen.
Nach der Auflösung seiner Band holte ich Alex zu Rank. Er stieg ein als Beatmeister und ergänzte - wie das bei Rockbands in den 90ies schick war - unseren Sound mit Electronics. Alex war Ranker und hieß in unseren Kreisen ab dann "Meister Paa".
Bei Rank hatte Alex eine sehr spezielle Rolle. Nie vergessen werde ich, wie Alex - extra um sich einen Roland-Sampler zu besorgen, der in Österreich noch unleistbar war - nach Tokio geflogen ist, dort aus dem Flugzeug gestiegen ist, den Sampler gekauft hat und umgehend wieder nach Wien geflogen ist. Wenn etwas cool ist, dann das. Nicht? :)
Und: Er liebte das Spezielle. Im Tourbus hatten wir ihn manchmal nicht dabei. Durch seine Nähe zur Fliegerei zog er es vor, nach Berlin und Dresden zu Konzerten zu fliegen. Als die Bandbuben in der jeweiligen Stadt nach fünfzehnstündiger VW-Bus-Qual fix und fertig angekommen sind, trafen wir ihn - gut erholt - nach einem 60-Minuten-Reiserl.
2001 spielte ich einige Male mein Soloprogramm "Predigt Pop!". Auch in dieser Band war Alex dabei. Diesmal an der Gitarre. Er verstand sein Handwerk und pflegte seinen sympathischen Garagen-Zugang, der uns damals prägte: Coolness ist wichtiger als Virtuosität. :)
Im Juli 2007 stieg Alex als Gastkolumnist in diesem Blog ein. Er wollte seine Rubrik "Pavlos Todeszone" nennen - ein stranger Name schon damals. Jetzt erst Recht.
Seine Gastbeiträge findet ihr hier.
Ich erinnere mich weiter. An Alex.
Vielleicht erzähl ich auch wieder mal etwas darüber.

RANK 2000 | Meister Paa (ganz rechts)
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Franz Joseph
franzjoseph - Di Jan 29, 00:01





enjoy live
Ich denke immer wieder an einen seiner Blog-Beiträge: enjoy live, enjoy live, enjoy live, enjoy live ...
Ich werde mein Bestes versuchen.
sorry ...
Mein Mann meinte letzte Tage auch, wenn er mit dem Scheiß durch ist, wird er das Leben feiern.